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29.5.14

"Fliegende Blätter"

Vor einer Weile ist mir bewusst geworden, dass mir die journalistische Seite des Schreibens, das Zeitung-machen, mehr fehlt als ich erwartet hatte.

In den letzten Wochen habe ich aber eine Lösung dafür gefunden - ERfunden: Ein Magazin über und mit Literatur. Mit einigen anderen AutorInnen habe ich darüber diskutiert und ein Konzept entworfen.

Ich habe es "Fliegende Blätter" genannt. Jede Ausgabe wird einen anderen Schwerpunkt haben; dazu weitere Artikel, die über den Schwerpunkt hinausgehen.
Meine Themenliste ist lang. Aber fürs Erste soll es nur alle drei Monate eine neue Nummer geben.
Eine Reihe, die zeitlos ist und in jedem beliebigen Augenblick gekauft und gelesen werden kann.

Jetzt ist die erste Ausgabe fertig.
"Fliegende Blätter -  Suche Reisebegleitung".
Norman Nekro erzählt über die Geschichte des Turiner Doms, aus dem er in seinem Thriller "LINNEN - das Grabtuch-Mysterium" das Grabtuch Jesu klauen lässt. Manuela Tengler entflieht dem "Nebel über dem Canale Grande" und sieht sich bei den Glasbläsern auf Murano um. Detlev Crusius hat einen "Plan" und vergnügt sich mit seinem Romanhelden Eric auf dem valencianischen Frühlingsfest. Und ich bin Mirella Scandore in den neapolitanischen Untergrund gefolgt, wo sie nach Pulverfässern sucht..

Den  TestleserInnen hat es gefallen.

Die "Fliegenden Blätter" gibt es als E-Book und als Taschenbuch.
Das Taschenbuch bei Amazon und Barnes&Noble und weiteren ausländischen Plattförmen

Das E-Book gibt es bei Amazon, Kobo, Weltbild, ThaliaGoogle Play,  iTunes und vielen anderen Shops: Alle Plattformen weltweit via books2read

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17.1.12

Tercios - die spanischen Eliteeinheiten der frühen Neuzeit



Die gefürchtetsten Armeeeinheiten des Dreißigjährigen Krieges waren die spanischen Tercios: Bis zur Schlacht von Rocroy (1643) galten sie als unbesiegbar.

Die Tercios waren Infanterieeinheiten und das Besondere an ihnen war ihre ausgeklügelte Formation  aus verschiedenen Waffengattungen: über fünf Meter lange Piken, Schwerter und Schusswaffen (Arkebusen und Musketen). In ihrer endgültigen Struktur bestanden sie aus Einheiten von 3.000 Mann, in der Regel zehn Kompanien.


Ihre Schlachtorganisation war für jene Zeit innovativ; von den antiken römischen Legionen inspiriert. Als kompaktes Karrée, außen die Pikeure, waren sie schwer zu überwinden. Selbst Kavallerieangriffen vermochten sie Stand zu halten. Andererseits waren sie durch ihre unterschiedliche Bewaffnung flexibel. Ein Bild von ihrer Kampfweise bietet der spanisch-französische Spielfilm „Capitain Alatriste“. 


Die ersten drei Tercios waren lange vor dem Dreißigjährigen Krieg gegründet worden, während der Italienischen Kriege zu Beginn des 16. Jahrhunderts. Sie wurden 1534 und 1536 auf Befehl Königs Karls I. von Spanien geschaffen. Eines davon war (1536) der „Tercio (viejo) de Nápoles“ mit Garnisonen sowohl in Neapel selbst wie in den umliegenden Provinzen. 


Die Armeen jener Zeit formierten sich in der Regel aus Söldnern – Landsknechten –, die sich von Krieg zu Krieg und Land zu Land ihre Arbeit suchten. Die Tercios dagegen bestanden aus professionellen Freiwilligen, die den Einheiten dauerhaft angehörten. Dadurch war der Zusammenhalt in diesen Tercios größer als üblich, wenngleich auch diese Soldaten aus verschiedenen Ländern stammten. 


In Friedenszeiten kostete der Unterhalt der Tercios bis zu einem Drittel des Budgets des Königreichs Kastilien. Der Gewinn bestand in einer erstklassigen Ausbildung für ihre spezielle Kampfweise, die sie den Söldnerarmeen für ein Jahrhundert überlegen machten. 

Erst eine neue Taktik für die Kavallerie und geschickterer Einsatz der Artillerie durch den Duc d’Enghien in der Schlacht von Rocroi setzten ihrem legendären Ruf ein Ende.